A Greek Enduro Adventure

Vom 29. Mai bis zum 20. Juni 2018 waren wir in Griechenland unterwegs.Wir sind mehrere Sektionen des Trans European Trail und der Adventure Country Tracks gefahren. Im ersten Teil fahren wir mit der Fähre nach Igoumenitsa und von dort aus über den TET bis zum Plastira See.

 

Von Kroatien zum Faaker See

Zufällig kommen in Seline am Camping Pisak vorbei wo wir auch letztes Jahr unser Nachtlager aufgeschlagen haben. Da es uns gut gefallen hatte und unweit des Platzes ein gutes Restaurant am Strand ist bleiben wir die Nacht hier.

Der nächste Morgen beginnt mit einem Kaffee am Campingplatz und dann sind wir auch schon auf der Magistrale Richtung Slovenien unterwegs. Der Verkehr hält sich in Grenzen und so fahren wir um 18:00 Uhr über den Predil Pass nach Italien und dann nach Österreich. Nach 420 km erreichen wir dann den Faaker See um 18:30 Uhr.

Von hier aus geht es dann weiter zum Großglockner. Wieder einmal erwischt uns der Berg eiskalt mit 4 Grad und Nebel auf 2400 Metern.

Ca 20 km hinter dem Großglockner, in Zell am See checken wir auf dem Seecamping ein, schweineteuer mit 30 Euro die Nacht und einem mittelmäßigen teuren Seerestaurant.

Von Karpenisi nach Skhoder und weiter nach Kroatien

Jetzt geht es langsam nach Hause. Von Karpenisi fahren wir in den Süden von Albanien. Auf dem Weg dorthin fahren wir durch Arta und besichtigen die historische Brücke.

Unser erstes Ziel in Albanien ist Butrint, welches wir ca 1 1/2 Stunden später erreichen. Leider ist das Gelände umzäunt und da wir unsere Maschinen nicht unbeaufsichtigt stehen lassen wollen, machen wir nur einen kurzen Stop und fahren dann weiter. Mittlerweile zieht ein Gewitter in den Bergen auf und wir ändern unseren Plan durch das Gebirge zu fahren und nehmen den Weg entlang der Küste. Eine gute Entscheidung, wie sich später heraus stellen wird. Wegen den dunklen Wolken ziehen wir am Gas und wollen so schnell wie möglich nach Skhoder auf den Campingplatz, viel weiter als wir heute eigentlich geplant hatten. Kurz hinter Tirana erwischt uns das Gewitter voll. Es schüttet wie aus Eimern und die Blitze schlagen rechts und links neben uns ein. Zum Glück finden wir eine alte Tankstelle an der wir uns unterstellen können.

Nach einer halben Stunde wird der Regen endlich weniger und wir setzen unsere Fahrt nach Skhoder fort. Um 19:45 Uhr erreichen wir endlich den Campingplatz, bauen unser Zelt auf und begeben uns direkt ins Restaurant zum Essen. Nach zwei großen Bier sieht auch dieser Tag wieder ganz ok aus. Nachdem wir wunderbar geschlafen haben packen wir unsere Sachen und machen uns auf nach Kroatien, da der Wetterbericht für die Bergregionen in Montenegro und Bosnien bis nächsten Dienstag Regen und Gewitter ansagt. In Dubrovnik machen wir eine kurze Stadtrundfahrt durch die Altstadt und suchen uns dann einen Campingplatz.

ACT Tag eins und zwei bis Karpenisi

Von Delphi aus fahren wir ca 60 km Richtung Nafpaktos um dort in den ACT einzusteigen. Der Anfang der Strecke ist traumhaft mit einem Blick auf den Golf von Korinth.

Bis Lidoriki fahren wir, um hier unsere Motorräder aufzutanken. Hier ist die letzte Tankstelle für die nächsten 200 km. Da Petras CRF und meine KTM keine Reichweitenwunder sind nehmen wir noch 4,5 Liter Sprit in unseren Fuelfriends mit.

Nachdem wir unseren Eiscafé getrunken haben fahren wir weiter ins 70 km entfernte Ano Chora. Hier werden wir im Hotel Kannabeiko für 35 Euro inkl. Frühstück unterkommen.

Nachdem wir geduscht haben schauen wir uns ein wenig in dem Örtchen um.

Schließlich landen wir in einer Taverne. Außer Ziege gekocht oder Ziege aus dem Ofen gibt es keine Auswahl. Wir entscheiden uns für Ziege aus dem Ofen. Lecker war es. Nach dem Essen kugeln wir in die nächste Taverne um einen Absacker, sprich Ouzo zu trinken. Ich bestelle also 2 Ouzo und ein Bier und wir bekommen 2 Ouzo, ein Bier und einen Teller mit Bratwurst und Pommes. Eigentlich haben wir gar keinen Hunger mehr, aber aus Anstand essen wir den „Snack“ noch. Auf einmal stehen noch 2 Ouzo und ein Bier auf dem Tisch die uns von einem anderen Gast spendiert wurden und da man ohne Essen nicht trinken kann, bringt der Wirt gleich den nächsten Teller Pommes und Wurst. Zum Glück können wir den weiter reichen. Satt und zufrieden begeben wir uns auf unser Zimmer und schlafen wie die Murmeltiere. Am nächsten Morgen nehmen wir dann die restlichen 130 km des ACT bis Karpenisi unter die Räder. Wir fahren durch Wälder und Hochebenen. Einfach der Hammer. Von einfach bis richtig heftig ist alles dabei.

Kurz vor Ende des Tracks ist Petras CRF auf Reserve und wir füllen 1 1/2 Liter Sprit aus dem Kanister in die Kleine. Ein paar Kilometer danach geht auch bei meiner KTM die Reserve Leuchte an. Ich komme aber noch die 30 km bis zur nächsten Tankstelle ohne nachfüllen zu müssen. In Karpenisi angekommen suchen wir uns eine Bleibe und finden das Appartement Hotel Lappas für 35 Euro die Nacht.

Delphi

Nachdem wir uns von den Strapazen unseres Offroad Abenteuers erholt haben, wollen wir heute ein bisschen Kultur machen. Delphi ist nur 130 km entfernt und so machen wir uns auf den Weg um uns ein paar alte Steine anzuschauen. Der Weg dorthin führt größtenteils am Meer vorbei.

Zwei Stunden später kommen wir in Delphi an. Den Tempel der Athena schauen wir uns zuerst an. Leider ist nicht mehr viel davon übrig.

Eigentlich wollte ich das Orakel noch nach den Lottozahlen fragen, aber das Opfer von 12 Euro war mir dann doch zu hoch. Man kennt das ja, Orakel sind immer sehr vage. Außerdem sind wir Kulturbanausen und haben keine Lust uns mit hunderten anderen Touris um die besten Stellen zum fotografieren zu streiten. Also fahren wir ein paar Kilometer zurück zum Campingplatz Chrissa und bauen unser Zelt auf. Genau rechtzeitig als es zu regnen beginnt.

Ich hoffe die Trails sind morgen nicht allzu schlammig, denn wir wollen wieder Richtung Norden über einen Abschnitt des Adventure Country Tracks.

TET Section 2 bis Patras

Völlig entspannt und mit guter Laune starten wir den Tag, ohne zu wissen was auf uns zukommen wird.

Die Wege durch die Berge sind ein Traum und wir genießen jeden Meter. Bis Agrafa ist die Strecke einfach zu fahren, doch ein paar Kilometer weiter nimmt das Drama seinen Lauf. Dicke Felsbrocken durch abgerutschte Hänge machen die Strecke fast unpassierbar. Immer wieder muß ich Petras Honda über die schlimmsten Stellen fahren, das heißt viel laufen, und das bei sengender Hitze. Schließlich bin ich völlig KO und brauche eine Pause.

Als wir endlich die letzte Kehre passiert haben und im Tal ankommen wartet schon die nächste Überraschung auf uns. Die Furt die wir überqueren müssen ist durch einen Felssturz unpassierbar und auf der anderen Seite liegt ein Baum quer über den Weg und versperrt das Weiterkommen. Da Wasser und Sprit knapp werden ist umdrehen keine Option.

Nach ca 3 1/2 Stunden sind die Motorräder durch die Furt und über die selbst gebaute Rampe über den Baumstamm geschafft. Jetzt nur noch die Maschinen über das 50 m lange Geröllfeld schieben, aufrödeln und es geht endlich weiter. Gegen 19:30 Uhr sind wir immer noch auf dem Trail und die nächste Stadt ist noch 60 km entfernt. Also suchen wir uns ein ruhiges Plätzchen um unser Zelt aufzubauen und in den Bergen zu übernachten. Zum Glück haben wir noch einen Liter Wasser um unsere Notration Nudeln zu kochen.

Am nächsten Morgen trinken wir noch einen Kaffee und machen uns wieder auf den Weg nach Karpenisi. Auf dem Weg dorthin kommen wir an einem kleinen Dorf vorbei und rasten kurz.

Um die Mittagszeit kommen wir in Karpenisi an, tanken die Motorräder auf und fahren dann 130 km nach Patras am Golf von Korinth.

Ca 20 km hinter Patras finden wir den Camping Tsolis, einfach, sauber und mit einer wunderbaren Strandbar. Das Essen ist hervorragend und die Betreiber super zuvorkommend. Hier bleiben wir 2 Tage bevor wir dann nach Delphi fahren.

TET Section 2 bis zum Plastira See

Vom Campingplatz Kastraki fahren wir ca 70 km zur Section 2 des TET.

Der Einstieg ist schnell gefunden und die Strecke ist im Gegensatz zum ersten Teil einfach zu fahren.

Das einzige Problem ist, hier oben gibt es keine Tankstellen, und so fahren wir nach 150 km vom Track can 30 km nach Mouzaki zum Tanken.

Da es mittlerweile schon 16:00 Uhr ist beschliessen wir eine Unterkunft zu suchen. Aus Mangel an Campingplätzen bleibt uns nur ein Hotel übrig. Hier in der Gegend ist wirklich nichts. Unsere Wahl fällt auf das Kazarma Resort und Spa. Für 70 Euro das Doppelzimmer echt ein Schnäppchen.

Morgen steigen wir dann wieder in den Track ein. Mal sehen was uns dann erwartet.

TET Section 1 und Meteora Klöster

Vom Camping Elenas Beach fahren wir direkt zum Einstieg des Transeurotrail Section 1 in der Nähe der albanischen Grenzen. Die ersten Kilometer sind noch harmlos.

Dann wird es so steinig und steil das wir umdrehen müssen. Ein paar Kilometer weiter finden wir dann einen Abzweig der uns wieder auf den Track führt. Nach 50 km Schotter in brütenden Hitze sind wir völlig fertig und fahren wieder auf die Straße. Hier finden wir ein Restaurant und füllen unseren Flüssigkeitshaushalt wieder auf.

Danach geht es weiter nach Ioannina wo wir am See campen. Abends gönnen wir uns ein tolles Essen im Lokal direkt neben dem Camping.

Am nächsten Morgen fahren wir dann zu den Meteora Klöstern, ca 130 km.

Gegen 15:30 kommen wir dort an, bauen unser Zelt auf und starten die Besichtigungsrunde.

Mit der Fähre nach Griechenland

Morgens um 7:00 Uhr schälen wir uns aus unseren Betten, satteln unsere Mopeds und checken auf dem Camping Jolly aus. Eine Viertel Stunde später sind wir am Fährterminal und nehmen unsere Tickets in Empfang. Jetzt heißt es warten bis die Fähre um 12:00 Uhr ablegt, und das bei brütender Hitze. Zum Glück finden wir ein schattiges Plätzchen.

Gegen 09:45 wurde mit dem Verladen begonnen und wir konnten um 10:30 unsere Kabine beziehen.

Den Rest des Tages verbrachten wir auf dem Achterdeck, wo es eine Getränketheke (Bier 0,33 3,90 und Gyros mit Pommes 8,50) gab. Hier haben wir auch einige andere Motorradreisende kennengelernt so das der Tag kurzweilig zuende ging.

Am nächsten Morgen haben wir uns ein Frühstück im Bordrestaurant gegönnt und auf die Ankunft in Igoumenitsa gewartet.

Gegen 14:00 Uhr haben wir dann Igoumenitsa erreicht und haben uns mit Hilfe des Navis einen Campingplatz gesucht. Gelandet sind wir schließlich auf dem Camping Elenas Beach, eine gute Wahl!

Morgen werden wir den ersten Teil des Transeurotrail Griechenland unter die Räder nehmen. Ich bin schon gespannt was uns erwartet.