Nach Dubrovnik

  10.06.2015

Von Split fahre ich über die Küstenstraße nach Dubrovnik. Die die Geschwindigkeitsbegrenzung von 60 km/h und die vielen Ortschaften dauert die Fahrt ewig.

Gegen 15:00 Uhr komme ich in Dubrovnik an und checke auf dem Stadcamping ein. Im Hafen kann ich einen Blick auf die Queen Victoria erhaschen die Touristen in Massen ausspuckt.

Mit dem Bus fahre ich dann in die 6 km entfernte Altstadt. Die Stadtmauer ist echt beeindruckend. In der Altstadt geht es zu wie im Taubenschlag. Menschenmassen, Restaurant nach dem anderen und Touri Nap wohin man schaut. Nach einer Stunde habe ich keine Lust mehr auf den Trubel und fahre zurück zum Campingplatz.

Hier treffe zwei Biker aus der Nähe von Köln. Schnell kommen wir ins Gespräch und tauschen Geschichten und Erfahrungen aus. Am nächsten Morgen verabschieden wir uns und ich mache mich auf den Weg nach Albanien.

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In den Velebit Nationalpark

09.06.2015

Der Morgen fängt gut an. Meine Nachbarn in ihrem Wohnmobil haben Mitleid mit mir als sie sehen wie ich auf meinem Benzinkocher meinen Instant Kaffeee aufbrühe. “ Möchten Sie einen Kaffee? Ich mache gerade welchen.“ Natürlich sage ich ja. Sogar Milch und Zucker gibts dazu, welch ein Luxus. Nachdem das Zelt abgebaut und die Ausrüstung verstaut ist mache ich mich auf den Weg in den velebit Nationalpark. Nach ca 35 km erreiche ich den Eingang und fahre in freudiger Erwartung sofort auf den Schotterweg. Ein lauter Pfiff lässt mich zurück schauen. Ein Mann steht wild gestikulierend hinter mir und winkt mich zurück. Ob ich hier mit dem Motorrad nicht reinfahren darf? Nein, ich muß vorher noch die 45 Kuna Gebühr zahlen. Die gelten allerdings für drei Tage. Nach ca 15 Minuten hat der Schotterspass dann ein Ende. Ab dem Parkplatz gehts nur noch zu Fuß oder per Fahrrad weiter. Also stelle ich mein Zweirad ab und laufe den Berg um die Aussicht aufs Meer zu genießen. Ganz schön schweißtreibend in voller Montur, aber es lohnt sich.

Da ich durch den Reifenwechsel zwei Tage länger als geplant in Rijeka warten mußte, fahre ich 250 km Autobahn bis Split. Bis Dubrovnik sind es jetzt noch 220 km. Mal sehen ob ich einen Tag dranhänge, oder direkt nach Albanien durchfahre.

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Ein neuer Reifen und Ausblick auf den Velebit Nationalpark

08.06.2015

9:30 Uhr, mein Handy bimmelt. Und tatsächlich, es ist der Reifenservice der mich wie versprochen informiert das der Reifen da ist. Gegen 10:30 Uhr stehe ich auf dem Hof und ohne Wartezeit wird der Reifen gewechselt. Entgegen aller Behauptungen, man würde im Ausland über den Tisch gezogen, kann ich nur sagen “ Das stimmt nicht „. Ich habe für Reifen, Montage und auswuchten umgerechnet ca 60 Euro bezahlt. Nach einer Gebühr für die Altreifen Entsorgung wurde gar nicht gefragt. Um 11:30 Uhr fahre ich glücklich und mit einem breiten Grinsen im Gesicht vom Hof.

Hier die Adresse des Reifendienstes:

Vulkanizer Mrak

Corroda Ilijassicha 19a

51000 Rijeka

Tel: 00385/51512672

Jetzt kann ich beruhigt in Richtung Velebit Nationalpark fahren. Um 15:30 Uhr stehe ich an der Einfahrt zum Nationalpark und überlege ob ich heute noch reinfahre oder bis morgen warte und in aller Frühe fahre. Ich entscheide mich für die zweite Variante und fahre an die Küste.

An einer winzigen Bucht finde ich den Camping Ujca. Einen schöneren Platz hatte ich auf meiner ganzen Reise noch nicht.

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Ein bißchen Frust und ein Lichtblick

06. und 07.06.2015

Nach dem Telefonat mit dem Reifenservice in Rijeka war ich ein bißchen gefrustet. Laut ADAC sollte er Motorradreifen auf Lager haben, natürlich nicht das was ich brauche. Die Heidenaus sollen 5 – 10 Tage Lieferezeit haben. Also lehne ich dankend ab. Einige Telefonate mit anderen Reifenhändlern bringen das selbe Ergebnis. Also stelle ich mich auf einige Tage Wartezeit ein, und rufe den ersten Händler wieder an um die Reifen zu bestellen. Er fragt mich ob auch andere Fabrikate in Frage kommen. Ich antworte “ Mitas E 07 is ok „. “ One moment “ sagt er und dann kommen die Worte die meine Laune schlagartig nach oben katapultieren. “ Its available on Monday „. Ich würde ihm am liebsten um den Hals fallen.Der Hinterreifen ist noch für 5000 – 6000 km gut. Von der Langlebigkeit ist der Mitas E 07 unschlagbar. Der Vorderreifen ist für mindestens 15000 km gut und der hintere wird wohl die 20000 knacken und das bei dem Preis. 45 Euro für den vorderen und 80 Euro für den hinteren Reifen. Jetzt weis ich warum Conti den Reifen in Deutschland nicht mehr vertreibt. Da kann der TKC 80 lange nicht mithalten.Einziger Wehrmutstropfen ist der Grip auf nasser Straße. Hier sollte man eine gefühlvolle Gashand haben. Jetzt mache ich mich auf Richtung Rijeka, meinem neuen Reifen entgegen.

Seltsamerweise gibt es eine Grenzkontrolle auf Slowenischer Seite, in Kroatien nicht.

Meine Thermarest Matraze hat gestern ihren Geist aufgegeben. Genau wie bei Bea und Helle (timetoride.de) beschrieben hat sich auch bei mir der Stoff von der Luftkammer abgelöst und wirft eine riesen Blase. Was nützt mir eine Lifetime Garantie wenn die Matraze für rund 100 Euro nicht mal einen Monat hält. Ich brauche eine Neue und die Alte muß ich entsorgen da ich nicht genug Platz habe sie mitzunehmen.

Der Hammer in Sachen Camping ist der Campingplatz Ostro. Die Frauchen und Herrchen von der Wohnwagen und Ferienhaus Fraktion kommen ganz ungeniert auf die Campingwiese und lassen ihre Drecksköter hier ihr Geschäft verrichten. Darauf angesprochen ernte ich nur ein Achselzucken, was so viel heist wie “ Leck mich am Arsch“. Leute gibts!

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