5 entspannte Tage in Isabena

Die nächsten Tage wollen wir entspannt verbringen. Der Campingplatz Isabena bietet Frühstück und jeden Abend ein wechselndes Menu. Rundherum gibt es jede Menge Schotterpisten zu erkunden. Ich bin schon ganz heiß drauf endlich die Pisten unter die Räder zu nehmen. Jeden Tag fahren wir eine andere Piste. Die meisten sind schon ganz schön Anspruchsvoll. Meistens sind wir zwischen 16 und 17 Uhr wieder auf dem Campingplatz, trinken ein paar Bier und tauschen uns mit dem ein oder anderen Motorradfahrer über unsere Erlebnisse aus. Einen Abend vor unserer geplanten Abreise am Donnerstag treffen wir Rolf, einen Biker aus Norwegen, den wir an unserem ersten Abend in Frankreich getroffen haben. Der Abend wird so feucht fröhlich das ich am nächsten Morgen nicht in der Lage bin Motorrad zu fahren. Also werden wir am Freitag abfahren.
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Von Carcassonne Richtung Andorra und Isabena

Nachdem es in der Nacht ein Gewitter gab und es am Morgen immer noch bedeckt ist machen wir uns recht früh auf den Weg Richtung Andorra. Auf dem Weg dorthin wollen wir noch ein Stück TET mitnehmen. Der Einstieg beginnt schon sehr heftig, aber wir kämpfen uns bis zum ersten Viehgatter durch.

Kurz hinter dem Gatter kommt uns ein einheimischer Landwirt in einem uralten Landrover entgegen. Wir unterhalten uns mit Händen und Füßen und er gibt mir zu verstehen das es keine gute Idee wäre hier mit den Motorrädern weiter zu fahren. Nachdem der erste Teil der Strecke schon heftig war glaube ich ihm und wir drehen wieder um. Über den Coll de Creueta fahren wir nach La Seu d’Urgell und übernachten dort. Tags darauf unternehmen wir wieder einen Versuch Offroad zu fahren. Dieses Mal ist die Strecke ein Traum.

In Andorra angekommen steuern wir den Schmuggler Trail an, eine Schotterpiste die Andorra mit Spanien verbindet und früher wirklich ein Pfad für Schmuggler war.

Gegen 17:00 Uhr kommen wir wieder auf Asphalt an und haben jetzt noch 138 km über kleinste Strassen bis nach Isabena. Wir gehen ordentlich Gas und sind um 18:42 Uhr in Isabena auf dem Campingplatz, pünktlich zum Abendessen.

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In die Pyrenäen

25.05.2015

Heute will ich bis in die Pyrenäen kommen. Deshalb fahre ich ca 150 km Autobahn bis kurz vor Barcelona. Von hier aus biege ich ab nach Cardona und dann nach Berga. Eine geile Strecke. Man kommt vor lauter engen Kurven nicht aus dem zweiten Gang. Gegen 16:30 Uhr folge ich einem Schild Richtung Campingplatz. Für die 12 km auf der winzigen Straße brauche ich eine geschlagene halbe Stunde bis ich an der Rezeption stehe. Geschlossen, Scheiße. Auf einmal steht ein bärtiger Waldschrat mit nur noch drei Zähnen neben mir und textet mich auf Spanisch zu. Mein fragender Blick scheint seinen Redeschwall nicht zu stoppen. nach fünf Minuten interpretiere ich sein Gebrabbel so, „Heute ist Feiertag und morgen ist die Rezeption wieder geöffnet“. Hätte ich auch gleich drauf kommen können. Hotels haben ja an Feiertagen auch geschlossen. Um weitere Vorfälle dieser Art zu vermeiden und ich mittlerweile leicht genervt bin, fahre ich wieder mal zur Küste und lande um 18:30 in Lloret de Mar.

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Eiszeit in Catalunya

 

24.05.2015

Bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen 15 Grad starte ich in den neuen Tag. Hinter Uriel, an einem Stausee unterhalte ich mich mit zwei spanischen Bikern und zeige ihnen auf der Landkarte meine geplante Route. Schnell ist unter den beiden eine Diskusion entbrannt welche Strecke die schönste ist. Bei einer sind sich beide einig. Die Strecke über Landete nach Albaracin ist sehenswert.

Kurzer Hand ändere ich meine Route und baue diesen kleinen Umweg ein. Langsam zieht es sich zu und es wird kälter. Auf 1700 Metern ist es nur noch 5 Grad und zu allem Übel fängt es auch noch an zu regnen. Da in der Richtung meiner geplanten Strecke nur dunkle Wolken zu sehen sind, fahre ich wieder zurück ans Meer nach Alcanar, nicht „Alcazar“. Hier scheint wieder die Sonne und mein Zeug kann trocknen.

 

 

 

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Wilde Tiere und Benzinmangel

23.05.2015

Gegen 5:00 Uhr in der Früh höre ich ein Rascheln und Schnauben neben meinem Zelt. Wilde Tiere? Hier auf dem Camping? Es war ein Wildschwein, das irgend etwas leckeres gefunden hatte, und sich daran gütlich tat. Zwei Stunden später klingelt mein Wecker, und etwas gerädert schäle ich mich aus dem Schlafsack. Kaffee kochen, Frühstück, Kippe rauchen. Dann geht es ans Einpacken und wieder los auf die Piste. Die Strecke von gestern empfängt mich wieder mit einer Kurvenorgie. Immer weiter schraubt sich das Sträßchen nach oben, Richtung Hornos. Von Hornos fahre ich auf kleinen Pisten nach Siles.

Langsam wird das Benzin knapp. Ich bin schon auf Reserve, also noch maximal 60 – 80 km. Hätte ich doch gestern kurz vor dem Camping noch getankt. Mit dem letzten Tropfen Sprit rolle ich nach Siles an die Tankstelle. 16 Liter fasst der Tank der GS und 15,2 Liter werden nachgefüllt. Noch mal Schwein gehabt.Die angegebenen 400 km Reichweite sind eher theoretischer Natur. Im normalen Betrieb ist bei ca 300 km Schluß. Auf der Autobahn bei Tempo 160 ist spätestens alle 200 km ein Tankstop angesagt. Eigentlich schade, 4 Liter mehr wären auch bei der normalen F800GS nicht schlecht. Von Siles fahre ich dann über die N322 nach Albacete und von dort aus nach Villagordo del Gabriel, wo ich übernachte.

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Unendliche Weiten und ein Kurventraum

22.05.2015

Wer das Cruisen liebt, wird die Sierra Nevada und die Sierra Magina lieben.Weites hügeliges Land, grandiose Ausblicke, und gut ausgebaute Straßen machen das Fahren hier zu einem Vergnügen. Manchmal kommt man sich vor als wäre man in einem Western.

Über die A 401 fahre ich  von Granada aus Richtung Ubeda. Kurz bervor ich Ubeda erreiche, biege ich auf die A 6105 nach Cazorla ab. Nach Cazorla fängt dann auf der A 319 eine Traumstrecke an, bergig, kurvig und mit Ausblicken die man nicht vergißt.

Dies ist auf jeden Fall ein Highlight auf meiner Reise. Nach ca 190 km ist gegen 15:00 Uhr für heute schluß. Morgen fahre ich frisch den Rest der Traumstrecke über Hornos nach Siles.

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Ronda, eine Perle in den andalusischen Bergen

21.05.2015

Nach einem Kaffee starte ich gegen 10:00 Uhr nach Ronda. Auf dem Weg dorthin komme ich an Gibraltar vorbei, das man getrost links liegen lassen kann. Auf der A405 fängt der Spaß dann richtig an. Kurven ohne Ende und eine Landschaft die ihresgleichen sucht. Die Beschilderung Richtung Ronda ist gut, so das man sich nicht verfahren kann. Irgendwann geht die A405 in die A369 über, und hier wird es noch toller. Solltet ihr irgendwann mal in Tarifa, oder Gibraltar sein, gönnt euch diesen Trip. Es lohnt sich.

In Ronda angekommen denke ich „ganz schnell raus hier.“ Die Straßen sind dicht mit Autos und Pferdekutschen, und asiatische Touristen strömen in Massen die Gässchen entlang. Endlich wieder aus Ronda raus, finde ich einen Platz, von dem man die Schönheit der Stadt in Gänze sehen kann.

Von Ronda aus fahre ich weiter nach Alora, auch dieses Städchen ist eines der wunderschönen weißen Städte die man in Andalusien häufig sieht.

Am frühen Nachmittag erreiche ich Antequera und erhasche eine Blick auf die Festung. Langsam bin ich ein wenig erschöpft von dem ganzen hin und her der Kurven und suche einen Campingplatz.

Leider hat Frau Garmin nichts in der Nähe parat, und so bleibt mir nichts anderes übrig, als die knapp 100 km nach Granada zu fahren. Gegen 17:45 Uhr erreiche ich den Stadtcamping Sierra Nevada, nahe am Zentrum von Granada. Da mir der A… weh tut und ich ziemlich groggy bin nehme ich die 16 Euro für eine Übernachtung gerne in Kauf.

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Tarifa

20.05.2015

Endlich mal ausschlafen. Denkste. Um 6:30 Uhr ist die Nacht mit einem Hahnenschrei vorbei. Ich denke noch, „der Gockel muß aber ganz in der Nähe sein.“ Als ich aufstehe um mein Morgengeschäft zu verrichten, stehe ich mitten im Harem des Hahnes. Die scheiß Viecher laufen hier frei auf dem Campingplatz rum. Da ich einmal wach bin, koche ich erst mal einen Kaffee. Danach ist der technische Dienst am Motorrad fällig. Kette reinigen und prüfen, Ölstand prüfen und Luftdruck der Reifen prüfen. Hierbei fällt mir beim Öffnen der Ventilkappe ein leichtes zischen auf. Hoffentlich ist das Ventil nicht kaputt. Ich ziehe das Ventil fest, und das zischen ist weg. Noch mal Schwein gehabt. Nachdem ich alles erledigt habe, laufe ich die 3 Kilometer nach Tarifa. Auf halber Strecke denke ich, „wie blöd  bist du eigentlich?“ Am Strand wäre es kürzer und schöner gewesen. Tarifa empfängt mich mit häßlichen Appartement Anlagen. Ich laufe an der Strandpromenade entlang und denke, „das ist alles?“ Circa 2 Kilometer weiter komme ich an den Hafen.

Von hier aus kann man für 49 Euro eine Tagestour nach Tanger unternehmen, oder für den gleichen Preis eine Whalewatchingtour buchen. Ich verzichte gerne. Apropos Whalewatching, ein Deutscher Tourist kommt mir entgegen und brummelt „So eine Tour mache ich nie wieder, lohnt nicht.“ Habe ich mir schon gedacht. Alles richtig gemacht!

Die Altstadt von Tarifa mit ihren vielen kleinen Gassen ist wirklich sehenswert, aber im Gegensatz zu den Orten bis jetzt teuer.

Nach 2 Stunden Sightseeing mache ich mich auf den Weg zurück zum Camping. Diesmal am Strand. Hier angekommen hole ich meine Isomatte aus dem Zelt, lege mich auf die Wiese und komme das erste Mal dazu ein Buch zu lesen. Licht- und Schattenseiten einer Weltreise heißt das Werk, und erzählt die Geschichte der Kradvagabunden Panny und Simon, die 3 1/2 Jahre um die Welt gefahren sind. An vielen Stellen muß ich herzlich lachen. Danke Panny, deine weise die Dinge zu schildern ist großartig. Ein kleiner Regenschauer unterbricht das Vergnügen und ich habe Zeit den heutigen Tag revue passieren zu lassen.

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Richtung Gibraltar

19.05.2015

Nach einem Kaffee con Lecce mache ich mich um 10:30 Uhr auf nach Tarifa. Die 340 km ziehen sich wie Kaugummi. Zu sehen gibt es nicht viel, und der Wind der über die weiten Ebenen fegt, nervt tierisch.

Solarkraftwerk bei Sevilla
Solarkraftwerk bei Sevilla

Der Osbourne Stier
Der Osbourne Stier

auf Abwegen
auf Abwegen

Um 16:55 Uhrkomme ich in Tarifa an und begebe mich auf den Camping Rio Jara. Der  Rezeptionist spricht Deutsch. Was für eine Wohltat. Im Gegensatz zu den Portugiesen hat man mit Englisch in Spanien echt Probleme. Ich überlege einen Tag Pause zu machen, um mich ein bisschen zu erholen, und die weitere Strecke zu planen.

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Back in Spain

18.05.2015

Die stark befahrene Küstenstrasse nervt mich so, das ich ins Inland abbiege. Ich fahre auf der A499 nach Puebla de Guzman.Langsam wird es bergig und die Landschaft wird von Orangenplantagen geprägt. Irgendwann biege ich auf die HU5402 nach Cabezas Rubios ab, eine kleine Landstrasse in miserablen Zustand. Ich komme nur langsam voran und geniesse die grandiose Landschaft.

Als Ziel habe ich mir Aracena gesetzt. Dumm nur das es hier in der Gegend keine Campingplätze gibt. So muß ich 120 km zurück an die Küste fahren. Hinter Huelva, in Punta Umbria werde ich fündig. Nachdem ich eingecheckt habe stelle ich fest, das hier absolut tote Hose ist. Weder der Supermarkt, noch das Bistro hat geöffnet.Wenigstens der Strand ist nicht weit, und so kann ich den Abend doch noch an einem einsamen Strand genießen.

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